Biographien | Story-Outlines

Saison VIII (2017)

Anabel Rodriguez

Anabel RodriguezKurzbiographie: Born in Caracas, Venezuela. Associate to the London Film School since 2005, having received the MA in Filmmaking degree from LFS /London Metropolitan Universtiy. Since then Anabel had produced documentary films. Her work had been awarded and screened in documentary festivals including IDFA, HotDocs, MargaretMead IFF. “The barrel”, 11minutes doc. is a good example of this work.

Currently Anabel edits her first feature documentary “Growing up in oil”, shot in Venezuela with the support of Tribeca Film Institute, IDFA (The Netherlands), Ibermedia, Women Make Movies (USA), Catapult Films (USA) and the Venezuelan Cinematographic Centre.
Eventhough Venezuela is the main creative source for Anabel, the migration experience is a strong present needing to be told. "Verheiratete Frau" is her first attempt into this direction and into the art of fiction writing.

Anabels Geschichte "Verheiratete Frau"
Flor (40) Venezuelan want-to-be writer who wakes up not remembering where and who she is, realises by the unfolding of the days that she has a son, she is verheiratet und schon getreNnt and it is a sad November day in a suburbian Vienna lent flat. She does want to be at home and is suffering about the distance to her home country.

One day Flor meets a new man and they start a sexual affair that soon becomes a Beziehung. Erotism gives Flor a new strength to assume her condition as an Ausländer in Wien. Now Flor is determined: “I will survive, I will divorce and start a new independant life as an artist in Europe.”
However, her precarious finantial condition and the common sense of her Latin girl friends indicate that it is mandatory to get a Gemeindewohnung in the city before she divorces, as it might be the only safety-net left for a future life with a son, in a country in which the first condition is to have a permanent address. Flor never suspected what is she able to do to obtain it, and to finally be-part-of a new society.

François Issaverdens & Pablo Leiva


Francois IssaverdensKurzbiographie François Issaverdens:
 
François Issaverdens wurde 1983 in Paris geboren. Er studierte Theater-und Filmwissenschaft von 2002 bis 2006 und arbeitete an mehreren Filmprojekten sowie Dokumentationen als Regieassistent.

Seit 2012 lebt er in Wien und arbeitet als Französischlehrer sowie selbständiger Filmemacher und Drehbuchautor. Nach einigen Kurzfilmen, ist Imad sein erstes Langspielfilmprojekt.

 

 

Pablo LeivaKurzbiographie Pablo Leiva: 
Pablo Leiva kommt aus Chile und Frankreich, lebt und arbeitet seit einigen Jahren als freischaffender Filmemacher in Wien. Nach seinem Universitätsstudium, hat er die Praktiken des Filmemachens autodidaktisch erlernt. Nachdem er bereits einige Kurzfilm-Projekte selbst geschrieben und verfilmt hat, widmet er sich nun seinem ersten Langspielfilm.

 

 

François' und Pablos Geschichte "IMAD"
Imad kommt aus Nordafrika. Er gehört zu jenen illegalen Einwanderern, die gezwungen sind dunkle Wege einzuschlagen, um zu überleben. Nachts ist er ein Schatten unter vielen, schlägt sich mit Schwarzhandel und Schutzgelderpressung durch. Tagsüber bildet er ein Paar mit Julia - gegensätzlich, aber verliebt. Sie lernen miteinander zu leben, in Erwartung einer Hochzeit, die Imad erlaubt dem Untergrund und der Kriminalität zu entfliehen. Auch ein Geschmack für gefährliche Spielchen vereint sie, wie es die Videos zeigen, in denen sie sich gemeinsam in Szene setzen – er als Henker, sie als Opfer. Auf eines dieser Videos stößt Katharina, eine junge Journalistin, die über die jugendliche Begeisterung für gewalttätige Bilder im Netz schreibt. Sie will Imad kennenlernen, ihn befragen. Auch sie hat einen Hang zur Inszenierung und schlägt ihm vor, gemeinsam eine Geschichte zu erzählen, eine dieser Geschichten, die das Volk beunruhigt und zugleich fasziniert. Die Geschichte eines jungen Mannes, der hoffnungslos dem Dschihad verfällt. Eine Aneinanderreihung von Misserfolgen treibt Imad dazu, sich auf dieses Spiel einzulassen. Er fühlt sich in der Lage dieser Geschichte ein Gesicht zu geben, zumal ihm Katharina Geld verspricht. Ihr Drehbuch führt die Beiden in eine verlassene Fabrik am Rande eines Waldes, wo sie ein Interview des jungen Terroristen inszenieren, aber ihr Plan wird durchkreuzt, als Polizisten das Geschehen entdecken. Die Szene artet in eine Geiselnahme aus, in der Imad sich gezwungen sieht, seine Rolle bis zum bitteren Ende zu spielen, in dieser Fabrik, die unter Beobachtung der Medien zur Arena wird, in der er den letzten Akt seines tragischen Schicksals vollbringt.

Irene Reiserer


Irene ReisererKurzbiographie:
 Irene Reiserer ist in Brixen (Italien) geboren und studierte Drehbuch und Dramaturgie an der Filmakademie Wien, das sie 2014 mit dem Master of Arts abschloss. Parallel dazu arbeitete sie als Dramaturgin bei coop99 und studierte ein Jahr Schauspiel an der Theaterschule École Philippe Gaulier in Paris. Seitdem arbeitet sie bei zahlreichen Filmproduktionen vor allem als Zweite Regieassistentin u.a bei „Attack of the Lederhosenzombies“, „Burg Schreckenstein“, „Amelie rennt“, (Uraufführung Berlinale 2017) und „Radegund“, einem Film von Terrence Malick.

Mit ihren Geschichten nahm sie an diversen Stoffentwicklungsprogrammen Teil, wie etwa beim Scriptlab des Drehbuchforum Wiens, Racconti der IDM Südtirol und für die Hamburger Filmproduktionsfirma Letterbox entwickelte sie im Writers Room die Serie „White Planet“ mit.
Neben dem Schreiben realisiert sie als Regisseurin auch ihre eigenen Kurzfilme, darunter „Trois Silences“, der u.a. bei den Hofer Filmtagen gezeigt wurde und dem 8mm Experimentalfilm „Vampire Times“, der im Gartenbaukino seine Österreichpremiere feierte.

Irenes Geschichte "MARA IM DUNKELN"
Das illegale Zimmermädchen Mara verliebt sich in einen berühmten Musiker und steht am Ende in Verdacht ihn umgebracht zu haben. Mara arbeitet in einem Wiener Hotelkomplex, wo sie auch den Musiker Ivan kennenlernt. Zwischen ihnen entwickelt sich eine zarte aber unmögliche Liebe, die von aller Welt angefeindet wird. Eifersüchtige Kollegen machen Mara das Leben schwer und als illegale Einwanderin ist sie den Aufdringlichkeiten des Chefs ausgeliefert. Während Mara versucht ihre Würde zu verteidigen, droht der Musiker unter dem Druck der Öffentlichkeit zu zerbrechen. 

Ein Film Noir handelnd von den dunklen Seiten der Liebe und dem Gefängnis der Einsamkeit.

Köksal Baltaci


Koeksal BaltaciKurzbiographie:
 In Tirol geboren und aufgewachsen, lebt Köksal seit 2011 in Wien. Filmberichterstattung gehört in seinem Hauptberuf als Zeitungsredakteur zu seinen Schwerpunkten. Um nicht immer nur über die Filme anderer Leute zu schreiben, sondern auch eigene Geschichten zu erzählen, verfasst er seit einigen Jahren Drehbücher für Spielfilme und Konzepte für Dokumentarfilme.

 

 

 

 

Köksals Geschichte "Fangirl"

Die 17-jährige Leni aus Wien ist ein großer Fan einer deutschen Popband und unsterblich in den 22-jährigen Frontmann Thomas verliebt. Nachdem Thomas mit seiner langjährigen Freundin vereinbart, dass er bei seiner nächsten Tournee einen Fan mitnehmen und mit ihm Sex hat, gewinnt Leni das Casting und begleitet Thomas zusammen mit ihrer besten Freundin Maya auf Tour. Sie hofft, dass sich Thomas in dieser Zeit in sie verliebt, was aber nicht einmal ansatzweise geschieht. Enttäuscht darüber bringt sich Leni nach wochenlangem Drogenrausch in Wien um. Thomas ist geschockt, kommt nach Wien und erfährt von Maya und Lenis Tagebuch, wie sehr sie unter Thomas' Ignoranz während der Tour gelitten hat. Thomas sagt die kommende Tour ab und zieht für einige Wochen nach Wien. Er

und Maya geben einander gegenseitig Trost, bis sie im Bett landen. Thomas kehrt nach Berlin zurück und will die Vergangenheit hinter sich lassen, bricht aber gleich beim ersten Konzert der nächsten Tour zusammen, weil er Leni in den vorderen Reihen zu sehen glaubt. Als er aufwacht, fragt er nicht nach seiner Freundin, sondern nach Maya, woraufhin seine Freundin das Ende ihrer Beziehung erkennt und ihn verlässt. Thomas setzt die Tour mit Maya fort und singt am Ende jedes Konzertes einen Song für Leni, den er in seiner Trauer geschrieben hat. Zwischen Thomas und Maya kündigt sich eine Liebesbeziehung an.

Maja Savic & Alessio Schroder


Maja SavicKurzbiographie:
 Maja Savic wurde 1979 in einem kleinen Dorf in Ostserbien geboren und zog mit 20 nach Belgrad, um Betriebswirtschaftslehre zu studieren. Nach Abschluss des Studiums verließ sie 2004 trotz großen Widerstandes ihres Vaters Serbien und ging nach Wien, wo sie neben der österreichischen Kultur auch unerwartet mit der italienischen Kultur in Berührung kam. Maja Savic arbeitete nach ihrer Ankunft in Wien ursprünglich in der Privatwirtschaft, wechselte dann in den Bildungsbereich, wo sie zuerst Menschen mit Migrationshintergrund unterrichtete und zuletzt als Leiterin einer privaten universitären Einrichtung tätig war und ist. Das Studium der Transkulturellen Kommunikation an der Wiener Universität verstärkte zusätzlich ihr Verständnis für interkulturelle Prozesse und Ihre Begeisterung für das Geschriebene setzt sich in den Sprachen Deutsch und Italienisch fort. Im Jahr 2014  entwickelte sie gemeinsam mit dem österreichischen Filmemacher Ludwig Wüst die Eingangssequenz des Films „HEIMATFILM“ und machte damit einen ersten Schritt in die Filmwelt. Im Augenblick unterstützt sie Ludwig Wüst bei der Produktion des Films mit dem Arbeitstitel „LETZTE FAHRT“, indem sie sich vorwiegend um die Einreichung, Finanzierung und Produktionsleitung kümmert, aber auch strategisch und inhaltlich beratend tätig ist.

Alessio SchroderKurzbiographie: Alessio Maximilian Schroder wurde 1985 in Rom (Italien) geboren. Er übersiedelte 2004 nach Österreich, um Philosophie und Slawische Philologie an der Universität Wien und anschließend Fotographie an der Fotoschule Wien zu studieren. In der Folge übte er freiberufliche Tätigkeiten als Fotograph mit dem Schwerpunkt auf sozialen und politischen Themen in Osteuropa, speziell in Ungarn, der Slowakei und in Serbien, aus. 2009 übersiedelte er zeitweilig nach Belgrad, wo er sich mit dem in den 70er-Jahren errichteten Quartier Novi Beograd, dem ambitioniertesten Urbanisationsprojekt Ex Jugoslawiens systematisch auseinandersetzte. Nach Abschluss seines Masterstudiums in Fotojournalismus in Rom 2010 befasste er sich fotografisch mit der „jüdischen“ bzw. „nicht jüdischen“ Immigration in Israel. In den Jahren 2010 bis 2013 beobachtete er die Kommerzialisierung der Sexualität als Metapher für soziale Beziehungen in Wien und stellte dies tiefgehend in der Porträtserie  von Wiener Sexarbeiterinnen und Sexarbeitern „PORNE“ dar. Seine Arbeiten wurden international veröffentlicht und in Europa, dem Mittleren Osten und Indien gezeigt. Aktuell lebt und arbeitet er in Wien.

Alessios und Majas Geschichte "PORNE"
Seit Anfang 2016 entwickeln Maja Savic und der Künstler Alessio Maximilian Schroder gemeinsam den Stoff zum Film „PORNE“ (Arbeitstitel) nach der Idee des Künstlers und als Fortsetzung seines fotographischen Projekts mit dem gleichnamigen Titel. Ein Film, der auf vorwiegend beschwingte, einfühlsame und zugleich distanzierte Art und Weise Ausschnitte aus dem Leben dreier Einwohner Wiens erzählt. Ein Straßenbahnfahrer, der sich dem Bild einer bezahlten Freundin anvertraut, ein Kleinhändler türkischer Abstammung, der im Zuge seiner Feierabendbeschäftigung sein wahres Ich lebt und ein Millionär, der sich im Einkaufszentrum von einem Elvis Presley Imitator bezaubern lässt. Am Schauplatz käuflicher Lust erzählen diese drei Lebensgeschichten über Freude und Einsamkeit, Tiefsinnigkeit und Oberflächlichkeit, Begeisterung und Frustration in einem Theater zwischen dekadenten kaiserlichen Palästen, sozialistischer Architektur und Pizzalieferanten aus Bangladesch.

Samira Ghahremani


Samira GhahremaniKurzbiografie:
 Aufgewachsen in Wien Donaustadt, zweisprachig erzogen, persisch und deutsch, war ich bereits im Volkschulalter großer Fan von Bob Marley und Lauryn Hill, habe Regenwürmer in einem Schuhkarton aufgezogen, spiele Schlagzeug in der Band „Die Band-Schlägerei“, habe zwischenzeitlich in Leeds, Nairobi und St.Pölten gelebt, das Studium der Medientechnik absolviert, als Schnittassistenz und Barkeeperin gearbeitet und studiere derzeit Schnitt an der Filmakademie Wien.

 

 

Samiras Geschichte "Nun da es vorbei ist, hat es uns sehr gut gefallen"
Brigitte (69) betreibt einen bescheidenen Bauernhof und versucht zunehmend Kontakt ins Jenseits aufzunehmen. Ihre Tochter wünscht sich allerdings eine lebendige Freundin für sie, weshalb sie ein Treffen mit der pensionierten Iranerin, Mariam (72), arrangiert. Die Kniegelenksbeschwerden der beiden Damen hat sie gleich als verbindendes Merkmal erkannt.

Amalie (67) ist täglich auf der Suche, vorwiegend nach Restgeld, und immer in Bewegung, von einem Bahnhof zum nächsten, wo sie die Ausgabefächer der Automaten nach Münzen durchsucht. Eines Tages nimmt Mariam in der Schnellbahn neben Amalie Platz, wechselt diesen gleich wieder, weil ihr Amalies Selbstgespräche unheimlich sind. Kurz darauf verbünden sich die beiden Damen in einem Streit mit dem Schaffner.
In einem unentschlossenen Anlauf einander wiederzusehen, machen sich die drei Damen bald gemeinsam schick, um eine abendliche Tanzveranstaltung zu besuchen, die sich als Techno Party mit jungem, berauschtem Publikum entpuppen soll. Was Fehl am Platz beginnt, mündet in neuartigen Begegnungen, Contact High Gesprächen und einer Ausnüchterungszelle. Bis dann doch eine weint, weil sie in ihrer Gegensätzlichkeit aneinander prallen.

Tereza Kotyk


Tereza KotykKurzbiographie:
 
Autorin, Kuratorin, Filmemacherin. Studium der Kunst, Kunstgeschichte und Media Studies (Kamera) an den Universitäten in Wien, Innsbruck und Dijon. Schauspielunterricht in Manchester bei Kate Marlow und in Innsbruck bei Katharina Welser. Diverse Drehbuchausbildungen und Workshops, u.a. im Programm „Diverse Geschichten“ von Witcraft Szenario, Wien / Babylon, London; Masterclasses bei Linda Aronson und Helen Jacey. Writer in Residence im Gunnarshus in Reykjavik und Certificate der Wajda Film School in Warschau (EKRAN). Kotyk arbeitet derzeit an den Drehbüchern zu „Das Auenhaus“ und „Das Kleid“. Sie lebt in Wien und Innsbruck. 

www.thesoaproom.com, www.innsbruckinternational.at, www.homeishere.at

 

 

FILMOGRAPHIE (Auswahl)
2016 HOME IS HERE, AT/CZ (Spielfilm / 75 min.)
2014 HANNAH and MAX, PL (Kurzfilm / 5 min.)
2014 HANNAH at HOME, PL (Kurzfilm / 3 min.)
2012 BRENNHOLZ, AT (Kurzfilm / 8 min.)
Regie: Victor Kössl, Cast: Tereza Kotyk als Elisa
2003-2011 SILENT TEARS, CZ (versch. Medien / 45 min.)
2007 27 LOCKS, UK (Kurzdokumentarfilm / 35 min.)

Terezas Geschichte "Das Auenhaus"

Das Auenhaus - drei Zeitperioden, drei Frauen und ihre Geschichten, die ineinander fließen:

2016
Die Fotografin Hannah lebt ihren beruflichen Traum, als sie im Haus ihrer Urgroßmutter Viktorie in Tschechien von ihrem wahren Traum überrascht wird.

1989
Nach dem Mauerfall erhält Hannahs Mutter Miriam durch die Restitution des Hauses ihrer Großmutter Viktorie plötzlich eine Chance sich selbst zu verwirklichen.

1944/45
Die Unternehmerin Viktorie spielt mit dem Feuer und versteckt am Dachboden ihres großen Hauses flüchtende Frauen, während sie im Gasthaus im Untergeschoß die Dorfgemeinschaft bei Laune hält.