Biographien | Story-Outlines

Saison VII (2016)

Aleksey Lapin

AlekseyLapinKurzbiographie: Aleksey Lapin wurde 1988 in der sibirischen Stadt Tomsk geboren, als Sohn eines Physikers und Malers und einer Chemikerin. Aufgewachsen zwischen Sumy (Ukraine), Stepnogorsk (Kazhakstan) und schließlich Trento (Italien), wo er seine Jugend verbrachte und im Jahr 2007 maturierte. Es folgten drei Jahre Studium, mit dem Abschluss Bachelor of Art in Kunst und Design an der Freien Universität Bozen. Er lebte einige Zeit in Weimar und Stuttgart, arbeitete im Bereich der Postproduktion und entwickelte ein Buch über der Filmtitelgeschichte, bevor er sich 2011 an der Filmakademie Wien beworben hat und in die Regieklasse aufgenommen wurde. Kurz darauf entwickelte er seinen ersten Dokumentarfilm "Krai". Dieser handelt vom Leben seiner Verwandten in einem Dorf auf der ukrainisch-russischen Grenze. In Produktion befindet sich der Episodenfilm "Rhythmus 59", eine Satire über die Konsumgesellschaft. Anfang 2016 wurden vier Kurzfilme fertiggestellt und sind bereit für die Verwertung, zwei davon waren auf der Diagonale´16 zu sehen.

Alekseys Geschichte "Avstria"
Eine planlose Flucht der Osteuropäer Andrei (20) und seiner Freundin Olia (19) zu Andreis
nach Wien emigrierten Bruder Oleksander endet in einer Sackgasse. Im Gegensatz zu Olias Streben nach einem besseren Leben, treibt Andreis Nihilismus ihn in die Arbeitslosigkeit und stellt seine Existenz in Frage. Erst als Olia in einer Nacht heimlich wegläuft, um durch eine dubiose Arbeit schnelles Geld zu machen, beginnt Andrei eine einsame Suche durch eine hochindustrielle Landschaft. Als Reisender rutscht Andrei langsam in eine Untersuchung der Wirklichkeit, in der er lernen muss, sich zu adaptieren. Olia scheint schließlich zurückgekommen zu sein, Andrei hat aber durch seine Landstreicherei einen neuen Weg für sich gefunden.

Arian Jalaeefar & Amirabbas Gudarzi


ArianJalaeefarKurzbiographie Arian Jalaeefar:
 

Arian Jalaeefar wurde im April 1987 im Iran geboren. Seit ihrer Kindheit lässt sie sich von audiovisuellem Medien begeistern und entwickelte Ideen für eigene Filme und Geschichten. Mit 17 Jahren kam sie nach Deutschland, um ihr Leben ohne Einschränkungen aufbauen zu können. Mit 23 verließ sie Deutschland Richtung Wien, um ihr Studium Medientechnik an der Fachhochschule Sankt Pölten zu beginnen. Nebenbei jobbte sie für die Wiener Filmproduktionsfirma Golden Girls. Seit 2015 schreibt sie an ihrem ersten Spielfilm "Little Death", das sich momentan mit Hilfe und Unterstützung des Programms "Diverse Geschichten" im Stadium der Entwicklung befindet.

AmirabbasGudarziKurzbiographie Amirabbas Gudarzi: 
Während des längsten Krieges des 20. Jahrhunderts, im Iran-Irak-Konflikt, geboren. "Als Reaktion meiner Eltern auf den Krieg und ihrer Angst vor dem Tod. Vielleicht dachte mein damals ständig an der Front stehender Vater, er wird nie zurückkehren und er sollte deswegen eine Spur von sich hinterlassen.", meint Amirabbas Gudarzi. Er hinterließ einen Sohn, der ihm wenig ähnelt. Von 14 bis 18 besuchte Amirabbas die damals einzige Theaterschule des Landes. Zwischen 18 und 22 studierte er Dramaturgie in Teheran. 2009, im Zuge der grünen Bewegung, musste er das Land verlassen und kam als damals 23-jähriger nach Österreich. Er hatte bereits einige Jahre Erfahrung als Drehbuchautor und Dramatiker. In Österreich wurde er, neben seiner künstlerischen Arbeit, zu einem Dolmetscher und Sozialarbeiter.

Amir und Arians Geschichte "Der Mann Ohne Träume"
Der junge Übersetzer Herr Farsi flüchtete vor 5 Jahren, wie tausende andere, aus seiner Heimat und landete in Österreich. Seine Erinnerungen und das Geschehene prägten sein Leben, sodass er aus Überzeugung allen Menschen, die ähnliches erlebt haben, helfen möchte ein neues Leben aufzubauen. Aus diesem Grund arbeitet er als Dolmetscher und versucht den Menschen, sowohl mit seinen Sprachfähigkeiten, als auch seinen angesammelten Erfahrungen als Dolmetscher beizustehen.
Probleme zeigen sich erstmals, als er damit beginnt, die gesagten Inhalte der Klienten aus verschiedenen Gründen anders zu übersetzen. Im Laufe der Geschichte werden dem Zuschauer, im Zuge der Übersetzungseinheiten langsam Teile von Farsis Vergangenheit offenbart, die den abgeänderten Übersetzungen ähneln. Dem Zuschauer drängt sich die Frage auf, aus welchem Grund er seinen Beruf riskiert und die Inhalte der Klienten absichtlich verfälscht.

David Clay Diaz


DavidClayDiazKurzbiographie:
 DAVID CLAY DIAZ wurde 1989 in Asuncion, Paraguay geboren, verbrachte die ersten Lebensjahre in Lima, zog jedoch bald seiner Mutter nach Wien hinterher. 
David studierte Philosophie in Wien und drehte einige Kurzfilme, bis er 2010 sein Regie Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF) aufnahm. Sein Abschlussfilm „Agonie“, bei dem er Regisseur, Drehbuchautor und Produzent in Personalunion war, feierte Weltpremiere bei der 66. Berlinale und wurde für als „Bester Erstlingsfilm“ nominiert. Zorro Filmverleih bringt „Agonie“ im Herbst 2016 in die Kinos. Zur Zeit entwickelt er im Rahmen des First Movie Programs des Bayerischen Filmzentrums und in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk sein vom Drehbuchforum Wien gefördertes Spielfilm Debüt „Gracias a la vida“. Ebenfalls entwickelt er zur Zeit mit der coop99  Filmproduktion einen weiteren Kinofilm.

Davids Geschichte "Gracias a la Vida"
Adrián, ein gut integrierter junger Mann, lebt mit seiner peruanischen, arbeitslosen Mutter, Maria, in einer Ein-Zimmer-Wohnung in Wien. Maria leidet unter dem Messie-Syndrom, weshalb die Wohnung von vorne bis hinten vollgeräumt ist. Adrián versucht, trotz Wut und Scham, mit ihr klarzukommen und ihr zu helfen. Als er sich aber in Lisa, ein Mädchen aus wohlhabendem Hause, verliebt, gerät er unter immer größerem Druck. Er glaubt mit ihr mithalten und seine Lebensumstände verheimlichen zu müssen. Maria behauptet, um den Respekt ihres Sohnes zu bekommen, eine Arbeit gefunden zu haben. Doch als Adrián seine Mutter bei Lisa putzen sieht, kommen beider Lügen zugleich ans Tageslicht.

Laila Alina Reischer


Laila-Alina-ReischerKurzbiographie:
 Laila Alina Reischer wurde als drittes Kind einer streng katholischen Tiroler Bauerntochter und eines arabischen Rebellen auf der Suche nach dem Glück geboren. Die große Liebe der Eltern scheiterte jedoch bald und sie wuchs getrennt von ihren Geschwistern auf. Bereits im Alter von 4 Jahren begann sie lesen und schreiben, galt als hochbegabt und übersprang die erste Schulstufe. Ihre Kindheit beschreibt sie als Nomadenleben. Jährlich wechselte sie zwischen Innsbruck, Wien und Niederösterreich den Wohnort und die Schule. Früh entdeckte sie ihre Leidenschaft für Schauspiel und Film, trat im Alter von 15 der Theatergruppe ihres humanistischen Gymnasium bei und begeisterte das Publikum in Stücken von Ernst Jandl, Elias Canetti und Slawomir Mrozek auf der Bühne. 

Mit 17 Jahren zog sie aus, studierte Schauspiel an der RADA - Royal Academy of Dramatic Art in London und ist immer auf der Suche nach Geschichten und Herausforderungen. Dem heimischen Publikum ist sie durch Auftritte im "Tatort", "Soko Donau" und "Bergdoktor" bekannt. Sie spielte weiters in mehreren internationalen Filmproduktionen (u.a."James Bond-Ein Quantum Trost"), und wurde auf dem New York Independent Film Festival mit dem Award als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde sie als europäische Nachwuchshoffnung zu den "Berlinale Talents" geladen.
Laila Alina Reischer drehte mehrere Kurzfilme, für die sie 2013 den Arthur-Haidl-Kunstpreis der Stadt Innsbruck erhielt. Derzeit studiert sie Regie an der USC University of Southern California & Cinematic Arts und bereitet ihr Spielfilmdebüt "Anatomie einer Trennung" vor. Das Drehbuch zu dem Drama wurde mit Unterstützung des DrehbuchForum Wien entwickelt.

Lailas Geschichte "43 Tage"
Eine Gruppe von Burn-Out-Patienten trifft sich zu einer Gruppensitzung, doch ihr Therapeut taucht nicht auf. Eine explosive Dynamik zwischen den Teilnehmern entsteht, und am Ende wird nichts mehr so sein, wie es einmal war.

Mo Harawe


MoHaraweKurzbiographie:
 Mo Harawe kam in Somalia zur Welt und verbrachte den Großteil seiner Kindheit und Jugend dort. Bereits als junger Bursche begannen ihn Filme zu fesseln und er sah sich schon in der Rolle als Schauspieler. Doch es kam anders und die Welt hinter der Kamera begann ihn mehr als alles andere zu faszinieren. Seine Gedanken, Gedichte und Geschichten die er bereits zu dieser Zeit niederschrieb wollte er bald als Film umsetzen. 2009 wechselte Mo Harawe seinen Wohnort nach Österreich, wo seine Filmkariere als Regisseur und Autor begann. Seitdem realisierte Mo drei Kurzfilme und schrieb sein erstes Drehbuch für ein Spielfilm bei "Diversen Geschichte Programm" für welches er den Dor Film Preis für Drehbuchentwicklung 2016 bei der Diagonale gewann.

Mos Geschichte "Gegenwart ist Zukunft"
Eine österreichische muslimische Anwältin, mit bosnischer Migrationshintergrund, übernimmt als Verteidigerin den Fall von einem österreichischen Psychiater mit serbischen Migrationshintergrund, der als Kriegsverbrecher im bosnischen Krieg vorgeworfen ist.

Pyotr Magnus Nedov


PyotrMagnusNedovKurzbiografie:
 Pyotr Magnus Nedov wurde in Chișinău, Sowjetunion (heute Republik Moldova) geboren. Mit zwölf Jahren folgte der Umzug nach Bukarest, dann nach Wien. Studium der Keltologie, Romanistik, Translationswissenschaften, Filmwissenschaften und Filmregie in Wien, Paris, Moskau, Montréal, sowie postgraduelles Filmregiestudium an der Kunsthochschule für Medien Köln bei Didi Danquart, Peter F. Bringmann und Frank Döhmann. Promotion zum Doktor der Philosophie an der Universität Wien mit einer filmwissenschaftlichen Arbeit über Pierre Falardeau. Forschungsaufenthalte am National Film Board of Canada und an der Cinémathèque québécoise in Montréal, sowie zusätzlich Tätigkeiten als Archäologe, Übersetzer und Dolmetscher in Österreich und Deutschland. Autor zahlreicher Kurzgeschichten, Erzählungen und Kurzfilme.

Nedovs schwarze Komödie rund um den, vom Pech verfolgten lettischen Geldeintreiber, Jaroslav Baturov "KOSHERLAND" etwa lief auf über 40 Filmfestivals weltweit, wurde mehrfach prämiert (u.a. Nominierung FIRST STEPS Award der deutschen Filmakademie, Max Ophüls Kurzfilmpreis, Studio Hamburg Nachwuchspreis) und vom WDR angekauft.
Seine filmwissenschaftliche Monographie über Nationalidentitäten im frankokanadischen Kino wurde von der Regierung von Québec ausgezeichnet und wird von Michel Brûlé in Montréal herausgegeben.
Nedovs Roman "ZUCKERLEBEN", die unglaubliche Geschichte der moldawischen Zuckerfabrik von Donduseni, erschien bei DuMont. Zusammen mit Robert Stadlober machte er die Hörbuchfassung von "ZUCKERLEBEN", die von Hörbuch Hamburg produziert, von der Kritik gefeiert und im NDR und WDR gesendet wurde.
Nedov lebt in Wien und Berlin und arbeitet derzeit an einem weiteren Roman - einem Neo Noir Crime Thriller, der auf Kamtschatka spielt -, und an mehreren fiktionalen Langspielfilmstoffen, die unter anderem von der Robert Bosch Stiftung und dem Drehbuchforum Wien gefördert werden.
Er mag Pastagerichte, Überwinterungen in Brasilien, Katzen und enthusiastische Geldgeber.

Pjotrs Geschichte "Die Werft"
2001, Linzer Werft. Ein österreichischer Bundesheersoldat riskiert seine Freiheit, um eine Illegale, die vorgibt, Opfer eines Menschenhändlerrings zu sein, über die Grenze in Sicherheit zu bringen. Nach und nach tauchen jedoch immer mehr Anzeichen auf, dass sie ihn manipuliert und in einen Juwelenraub verwickelt haben könnte.

Rebecca Hirneise


RebeccaHirneiseKurzbiographie:
 Rebecca Hirneise, geboren 1984 in Deutschland, kam über Fotografie und Medienkunst zum Film. Seit 2014 lebt und arbeitet sie in Wien. Nach ihrer Berufsausbildung zur Fotografin studierte Hirneise Medienkunst an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe bei dem deutschen Dokumentarfilmer Thomas Heise und später dem rumänischen Drehbuchautor Razvan Radulescu. Dort drehte sie einen 6 minütigen 16mm Kurzfilm, der bei den Stummfilmtagen im ZKM-Karlsruhe gezeigt wurde. Danach ihren ersten Dokumentarfilm „Alter Flugplatz“ (40 Min.) der eine ehemalige Besatzungszone der Amerikaner portraitiert. „Ein Ort, der nicht mehr ist, was er einmal war und dennoch noch nicht vollständig aufgehört hat, der alte zu sein.“ Szenische Kurzfilme folgen. 2013 studiert sie Regie an der Filmhochschule ELO in Helsinki. Sie lernt die Sprache, gründete dort das Kunstfestival Olohuonenäyttely und siedelt 2014 nach Wien um dort Drehbuch und Regie an der Filmakademie Wien zu studieren. In der Fertigstellung befindet sich „Alltag“ ein Kurzfilm über das Vergessen.

Eine Auswahl ihrer bisherigen Arbeiten:
- EIS 16mm Dokumentarischer Kurzfilm (Buch & Regie) 2010
- Alter Flugplatz 40 Minuten (Buch & Regie) 2013
- HUONE 4.11B (Buch & Regie) 2014
- Rendez-vous (Buch & Regie) 2014

Rebeccas Geschichte "Zum Arbeiten daheim"
Lea ist in einem streng religiösen Haushalt in einem Dorf in der Nähe von Wien aufgewachsen. Für ihr Klavierstudium ist sie von Zuhause ausgezogen. In den Ferien arbeitet Lea manchmal in der Tiefkühlbäckerei in der auch ihr Vater angestellt ist und zieht für diesen Zeitraum wieder nach Hause. Dieses Mal wird der Besuch schwierig, da sie sich als Lesbe geoutet hat. Jonathan ein Kollege aus der Bäckerei, verliebt sich in sie. Sowohl die extreme Reaktion der Eltern auf das Outing als auch andere Ereignisse verunsichern Lea so stark, dass sie versuchen will ob sie nicht doch „normal“ werden kann.