Biographien | Story-Outlines

Saison V (2014)

Barbara Anticevic

BarbaraAnticevic

Kurzbiographie: In Belgrad und Zagreb aufgewachsen, absolvierte ich zunächst ein Studium der Internationalen Betriebswirtschaftslehre an der Universität Wien. Durch Zufall begann ich während meines ersten Studiums beim Film an. In den Folgejahren bereiste ich die Welt und arbeitete mich vom Set-Runner zur Werbeproducerin hoch. Kürzlich konnte ich mein Drehbuchstudium an der Filmakademie Baden-Württemberg erfolgreich abschliessen. Aktuell nehme ich an dem diesjährigen BABYLON-Stoffentwicklungsprogramm in London und Cannes teil. Meine Drehbücher und die daraus entstandenen Filme wurden mehrfach gefördert und erhielten zahlreiche Preise sowie internationale Festivaleinladungen.

Barbaras Geschichte "ALPHA MARILLE - Austrians in Space"
Eine trashige Sci-Fi Sit-Comedy.
Wir schreiben das Jahr 2040. Eine vergessene österreichische Crew schwebt auf ihrem Sachertortenraumschiff im Dreiviertel-Takt vor sich hin. Selbstverliebt und dekadent, suchen Kapitän Perlinger und seine Besatzung nach dem perfekten Planeten. Eigenwillig und hitzköpfig, meutert die Vielvölker-Mannschaft im Unterdeck höchst erfolglos. Zuckersüss und deutsch-österreichisch, gelangt eine Liebesgeschichte zu ihrem kaiserlich-königlichem Finale.

Daniel Beres

Daniel Beres

Kurzbiographie: Dániel Béres Dániel Béres wurde 1975 in Budapest geboren. Er hat Mathematik, Dänisch und Film studiert. Währenddessen versuchte er, eher wenig erfolgreich, erwachsen zu werden. Nur das Mathematik-Studium schloss er ab. Im Jahr 1998/1999 hat er in Großbritannien gewohnt und ist bis heute von dieser Erfahrung traumatisiert. Als Therapie fing er an Filme zu drehen. Einer handelt von Interrail-Reisenden durch Europa ("Off weg go!"), einer spielt in einem Lift ("Paternoster"), einer auf den Feröer-Inseln ("Supper in the North Atlantic"), einer bei der Berliner Mauer ("Mortar") und der jüngste handelt von Zombies in Sarajevo ("Waiting"). Er hat sogar eine 17-minütige Adaption von Dostojevskis "Der Idiot" geschrieben und inszeniert. Alle wurden bei internationalen Filmfestivals gezeigt und mehrfach ausgezeichnet. 2006 hat er das Nipkow-Programm-Stipendium erhalten und konnte in diesem Rahmen ein Jahr in Berlin wohnen um dort ein Drehbuch für einen Spielfilm zu entwickeln. Er hat als Mathematiklehrer und Filmjournalist gearbeitet, Tanz-Vorstellungen gedreht und Musikvideos geschnitten. Er sucht immer neue Wege Geschichten zu erzählen, meistens bedient er sich dabei mathematischer Ideen und Strukturen. "Softer" seinem Projekt mit dem er letztes Jahr Diverse Geschichte IV teilgenommen hat ist ein Beispiel für solch eine Dramaturgie. Während er dabei ist "Softer" zu realisieren, ist er auch sehr glücklich wieder ein Jahr mit der Hilfe von Diverse Geschichten sein neues Projekt "Der Sonne in Kagran" entwickeln zu können.

Dániels Geschichte "Der Sonne in Kagran"
Ein Physiklehrer aus Ungarn, der in Wien wohnt, verliert seinen Job und seine Freundin, weil er mit einer Schülerin geschlafen hat. Seine einzige Chance seinen Fehler zu korrigieren ist in die Vergangenheit zurück zu reisen. Um eine Zeitmaschine bauen zu können muss er aber erst nach Ungarn fahren und sich dabei mit mehreren seiner Fehler aus der früheren Vergangenheit zu konfrontieren.

Denise Teipel

Denise Teipel

Kurzbiographie: Denise Teipel wurde 1985 als Tochter eines Türken und einer Deutschen in Wien geboren. Nach Abschluss ihres Medienmanagementstudiums an der FH St. Pölten, das sie auch für längere Zeit nach Spanien brachte, absolvierte sie ihr Schauspielstudium bei Heribert Sasse und Heinz Trixner in Wien. Noch während der Ausbildung schrieb sie ihr erstes Stück, zentrales Thema war die menschliche Existenz und Sinnsuche. Dieses Thema begleitet sie auch weiterhin, jedoch in anderen Facetten und Formen. Seit 2010 arbeitet sie als freie Künstlerin in den Bereichen Theater und Film, sowohl als Schauspielerin als auch Autorin und Casterin für Kino und Fernsehen, u.a. mit Eva Roth. Mit dem Stück DEUS EX MACHINA, das sie 2011 schrieb, wurde sie zum Theaterfestival nach Istanbul eingeladen, eine willkommene Möglichkeit, auf die Suche nach ihren türkischen Wurzeln zu gehen. Sie verlegte ihren Lebensmittelpunkt nach Istanbul, begann Türkisch zu lernen und spielte dort Theater, u.a. DIE VÖGEL unter der Regie von Fabio Tolledi. In Istanbul arbeitete sie mit Künstlern aus verschiedenen Sparten und Ländern und gründete den Theatre & Poetry Slam, eine Plattform für internationale Künstler in Istanbul. Seit jeher vom Reisen fasziniert fühlt sie sich an vielen Orten der Erde daheim, wahrscheinlich ausgelöst durch zahlreiches Reisen in Kindheit und Jugend. Oder durch das Gefühl überall und nirgendwo zu Hause zu sein.

Denises Geschichte "Parallel"
Eine junge Frau türkischer Abstammung verbindet wenig mit der Heimat ihres Vaters. In Wien geboren und aufgewachsen studiert sie Humanmedizin, trotz oder vielleicht gerade weil bei ihr im Alter von 16 Jahren Schizophrenie diagnostiziert wurde, ein Erbe ihres türkischen Großvaters, den sie nie kennen gelernt hat. Sie erhielt gute medizinische Betreuung und gilt nach einigen Jahren als geheilt. Ihr Leben nimmt jedoch eine unvorhersehbare Wendung als sie sich eines Tages im Körper ihrer neugeborenen Cousine in der Osttürkei wiederfindet. Sie hat ihre Familie dort nie kennen gelernt und befindet sich in einer Situation, in der die Realität verschwimmt und ihr zu entgleiten droht. Sie beginnt ein Doppelleben, ihr eigenes und das ihrer Cousine, fest davon überzeugt, dass es nicht ihre Krankheit ist, die zurückgekehrt ist, sondern, dass es sich hier um ein unerklärliches Phänomen handelt, das es zu ergründen gilt. Sie beginnt ihr Verschwinden zu planen, um das Leben ihrer Cousine für ein paar Jahre zu übernehmen. Die einzige Person, die sie teilweise in ihr bizarres Vorhaben einweiht, ist ihr Studienkollege Mario. Bis zuletzt erkennt Mario nicht, in welcher Gefahr sich Aida befindet. Ehe er es verhindern kann begibt sie sich auf eine Reise, von der sie womöglich nie wieder zurückkehren wird.

Iliana Estanol, Johanna Lietha

Iliana Estanol

Kurzbiographie: Iliana Estanol was born in the most chaotic city in the world: Mexico City. As a teenager, she began taking pictures and writing short stories that she combined in long photographical essays. She soon realized that she wanted those images to move... it became clear she wanted to make films. She studied Film Direction at the prestigious International Film School in Cuba (EICTV), Experimental Film & Media at the University of the Arts in Berlin (UDK) and was part of the Netzwerk Cinema Master Program of the Zürcher Hochschule der Künste (ZHDK).

Since 2002 until now she has made different films as a screenwriter, director and producer. She has worked in various countries like Burkina Faso, Germany, Korea, Italy, Switzerland, Norway, Brazil, Cuba and Mexico. Her films have been shown in film festivals around the world and have won several prizes. In 2012 she started developing "Nordland" her first feature film as a producer that will be premiered in May 2014. Together with screenwriter and director Johanna Lietha, she founded the film production company Silverio Films in 2013. In the same year they produced Iliana's theatre debut "Momentum Playground" in the renowned theatre Gessnerallee in Zurich. They are now working in the screenplay "Xoxo" and developing an experimental documentary.

Johanna LiethaKurzbiographie: Johanna Lietha wuchs in der Schweiz in der Nähe von Zürich auf. Ihr Lieblingsspielzeug war die Hi8 Kamera ihrer Eltern, mit der sie und ihre Geschwister unzählige Romcoms, Detektivgeschichten und Politthriller drehten. Als Johanna in ihre Teens kam, hatte sie plötzlich anderes im Kopf... Es dauerte einige Zeit bis sie das Filmemachen wieder entdeckte als sie ein Musikvideo produzierte. Nach dem Gymnasium war es ihr klar, dass sie Filme machen wollte. Sie studierte Film an der London University of the Arts, wo sie viele Kurzfilme verwirklichte und auch bei Werbefilm- und Musikvideo-Drehs arbeitete. Sie bildet sich den Bereichen der Dramaturgie, der Regie und des Drehbuchschreibens stets weiter. Seit 2009 bereiste sie für verschiedene Filmprojekte die Welt und landete schlussendlich in Wien. Dort arbeitet sie seither bei diversen Spielfilmproduktionen in verschiedenen Positionen. Zusammen mit Iliana Estañol gründetete sie im Jahr 2013 Silverio Films, wo sie zusammen Theater und Filmprojekte entwickeln. Die beiden arbeiten derzeit am Drehbuch "Xoxo" und an einem Experimental-Dokumentarfilm

Ilianas & Johannas Geschichte "Xoxo"
In drei miteinander verknüpften Geschichten erzählt "Xoxo" von wahnsinniger, verwirrter und blinder Liebe dreier Teenager-Paare. Obwohl die Charaktere und ihre Konflikte sehr unterschiedlich sind, suchen alle nach ihrer eigenen Identität, experimentieren mit ihrer Sexualität und leben in Extremen. Mit Leichtigkeit, schwarzem Humor oder Ernsthaftigkeit kämpfen die Jugendlichen unermüdlich um die Erhaltung ihrer Träume, auch wenn die Realität nicht viel Anlass für Hoffnung bietet.

Xoxo ist ein ungeschönter und intimer Einblick ins Erwachsenwerden, der zeigt, wozu die Liebe fähig ist und wie weit man für die erste Liebe zu gehen bereit ist.

Jenny Gand

JennyGand

Kurzbiographie: Jenny Gand, geb. 1978 in (Ost-)Berlin, Regisseurin und Filmemacherin. Studium der Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte in Köln. In dieser Zeit Berufspraxis als Sendeleitungsassistenz beim Westdeutschen Rundfunk (WDR), Praktika und Assistenzen bei verschiedenen Filmproduktionen (ndf, Regina Ziegler Filmproduktion, UFA, Phoenix Film, Endemol) und am Theater (Schauspielhaus Bochum, Ruhrtriennale);
Nach Abschluss ihres Studiums übersiedelt sie 2006 nach Wien, um dort am Burgtheater als Regieassistentin zu arbeiten. 2008 bewirbt sich Jenny Gand für das Regieaufbaustudium an der Hamburg Media School (HMS) und wird als eine von sechs künftigen Studierenden aufgenommen. Sie entscheidet sich allerdings für den berufsbegleitenden Masterstudiengang "Film- und Fernsehproduktion" an der Donau-Universität Krems. Innerhalb eines Jahres zw. Herbst 2008 und 2009 dreht sie gemeinsam mit der Historikerin Lisa Rettl ihren ersten Langfilm, den Dokumentarfilm "Wilde Minze". Dieser kommt 2010 in die österreichischen Programm-Kinos und ist seit Herbst 2011 als DVD im Handel erhältlich. 2010-13 arbeitet Jenny Gand an verschiedenen Projekten, wie beispielsweise an einer crossmedialen 3D-animierten Kinderserie, einem Spielfilmdrehbuch, sowie an einer Folge für eine neue TV-Dokumentationsreihe für ServusTV und realisiert Filme im Bereich Imagefilm und Musikvideo.
Nach ihrem vierten Kurzspielfilm "Schneeglöckchen" (2013) soll "Mauerland" (AT) ihr Spielfilmdebut werden.
Jenny Gand ist im Vorstand der ADA, des Österreichischen Regieverbands und lebt und arbeitet in Wien. www.ada-directors.com
Mehr Informationen finden Sie unter: www.jennygand.com und unter: www.nachtfilm.com

Jennys Geschichte "Mauerland"
Rebecca, Mitte 30, arbeitet als Bildrestauratorin in einem Museum und lebt zusammen mit ihrem Freund Ben in Wien. Sie ist in Ost-Berlin geboren, hat einen Teil ihrer Kindheit dort verbracht und ist dann im Westen aufgewachsen. Damals war sie ein Wossi, nicht Fisch, nicht Fleisch. Und heute? Eigentlich weiß sie kaum etwas von dem Land, in dem sie geboren ist und das es nicht mehr gibt. Als Rebecca erfährt, dass sie schwanger ist und sich zeitgleich die Demenzerkrankung ihrer Großmutter verschlechtert, ist sie alarmiert. Sie will diesem diffusen und ambivalenten Gefühl gegenüber ihrer Herkunft und den Geheimnissen und Strukturen ihrer Familie auf die Spur kommen und die eigene Familiengeschichte freilegen. Dabei jedoch stößt sie erneut auf die Mauer in den Köpfen, von der sie glaubte, dass es sie nicht mehr gibt.

"Mauerland" erzählt von den Auswirkungen eines Aufwachsens in der DDR auf die Nachfolgegeneration, vom Schweigen der Eltern und von der Schwierigkeit das Eigene zu behaupten, wenn man nicht weiß, wie man es greifen kann.

Köksal Baltaci

KoeksalBaltaci

Kurzbiografie: 1979 als Sohn türkischer Einwanderer in Tirol geboren und aufgewachsen, lebt Köksal Baltaci seit 2011 in Wien. Filmberichterstattung gehört in seinem Hauptberuf als Redakteur zu seinen Schwerpunkten. Um sich nicht immer nur über die Filme anderer Leute auszulassen, sondern auch eigene Geschichten zu erzählen, schreibt er seit einigen Jahren an Drehbüchern für Spielfilme und Konzepte für Dokumentationen.

Köksals Geschichte "MAN TRIFFT SICH IMMER ZWEIMAL IM LEBEN"
Der vor vielen Jahren in der Türkei im Gefängnis gefolterte Kurde Kemal (51) glaubt in Innsbruck seinen Peiniger Alper (55) wiedererkannt zu haben. Kann es wirklich sein, dass es die beiden zufällig in dieselbe Stadt verschlagen hat? Während er in seiner Verzweiflung und Verstörung versucht, mehr über Alper und seine Familie zu erfahren, fassen Kemals Brüder und Neffen ohne sein Wissen den Plan, Alper zu entführen und sich an ihm zu rächen. Tatsächlich gelingt es ihnen, ihn in eine Almhütte in den Tiroler Bergen zu verschleppen. Sie bringen Kemal ebenfalls in die Hütte und wollen, dass er selbst Alper foltert. Obwohl Kemal mittlerweile sicher ist, dass es sich bei Alper um jenen Wärter handelt, der ihn damals im Gefängnis misshandelt hat, erkennt er die Absurdität der Situation und kann ihm nichts antun. Er lässt ihn gegen den Widerstand seiner Familie frei.

Sonja Romei

SonjaRomei

Kurzbiografie: Geboren 1973 in Niederösterreich, als Tochter einer Österreicherin und eines als Gastarbeiter nach Ö gekommenen Türken. Aufgewachsen mit diesen Kulturen und Backgrounds, abgelegten Glaubensrichtungen, sowie deren Kluft begann schon bald die eigene Suche nach Selbstverwirklichung durch kreative Tätigkeiten im Bereich Theater und Musik.
Das begonnene Gesangsstudium führte letzten Endes zu einem Quereinstieg in die Schauspielerei. Abschluss der Berufsreifeprüfung vor der paritätischen Kommission, während der Beruf der Schauspielerei schon längst ausgeübt wurde. Seit dem ist sie tätig als freie Schauspielerin für Film,TV und Theater in Österreich und Deutschland.
Bereits seit Schulzeiten ist auch die Musik ihr Mittelpunkt und stetiger Begleiter. Das letzte Album der eigenen Formation LORELEI LEE wurde vom österreichischen Musikfond gefördert. Der stets sehr filmische Zugang zur Musik und dem Songwriting war auch eine Entwicklungsstufe hin zum Wunsch Drehbuch zu schreiben. Die Teilnahme als "lesende Schauspielerin" bei der Präsentation der Autoren Diverse Geschichten 2013 im Filmcasino, gab schließlich die Initialzündung zur längst fälligen Aktivierung die eigenen "Abenteuer im Kopf " zu Papier zu bringen.

Sonjas Geschichte "Die Diebin"
Tragikomödie - Modernes Märchen
Als die kinderlose, 45 jährige Margret, Bürokraft in Teilzeit eines Reisebüros, kurz vor der Scheidung steht, droht sie den Boden unter den Füßen zu verlieren. Nach 24 Jahren Ehe hat ihr Mann Erich an einer Schlagercastingshow teilgenommen, und ist nun im Höhenflug des allerseits unerwarteten Erfolgs dabei sich von allem " Alten" zu trennen. Margret hat nie mit größeren Veränderungen in ihrem Leben gerechnet bis zu diesem Zeitpunkt. Das Gefühl alles zu verlieren löst in ihr den Impuls aus im Kaufhaus einen Diebstahl zu begehen. Das Ereignis wird zum Kick, und schließlich beginnt das wiederholte Stehlen Margret's ihren Mut und Spass am Leben wachsen zu lassen. Doch die beginnende Beziehung zu dem 9 jährigen Nachbarsjungen Jakob, der Margrets Geheimnis kennt, hat Folgen.

Wilma Calisir

WilmaCalisir

Kurzbiografie: 

Meine Mutter stammt aus dem Mostviertel, mein Vater von der südöstlichen Küste der Türkei. Geboren und aufgewachsen bin ich im letzten Jahrtausend in Waidhofen/Ybbs (NÖ). Später habe ich Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Wien studiert. Aus meiner Kinogeherleidenschaft wurde um die Jahrtausendwende Tatendrang, seitdem mache ich Filme, kurz oder lang, dokumentarisch oder fiktional. Mein erster Langfilm "Sommer 1972" – eine Dokumentation führte mich zu meinen Verwandten in die Türkei. 2013 erhielt ich das START-Stipendium für Filmkunst. Mit der Autorin Irmgard Fuchs entwickle ich gerade den Spielfilm "Wiener Freiheit“ (AT).

 Wilmas Geschichte "Woanders"

Wir schreiben das Jahr 1988. Der Jungbeamte Manuel Bartl (23) muss für den Bau einer vom Land geplanten Müllverbrennung nur noch die Absegnung durch die betroffene Gemeinde St. Florian einholen, dann ist ihm die heiß begehrte Beförderung sicher. In St. Florian bildet sich jedoch Widerstand. Die von Lehrer Helml (35) spontan gegründete Bürgerinitiative erhält ständigen Zuwachs. Darunter hat auch der Haussegen beim Bürgermeister zu leiden, da sich Tochter Martina (17) im zivilen Ungehorsam übt und der Bewegung gegen die Müllverbrennung anschließt.
Während ein Mediator hinzugezogen wird, um Manuel Bartl mit neuen Formen der Konfliktregelung bekannt zu machen, fährt die Bürgerinitiative immer radikalere Geschütze auf. Im Bürgermeisterbüro wird währenddessen an einer ganz anderen Lösung gearbeitet.
„Woanders" ist eine Tragikomödie um den Bau einer Müllverbrennungsanlage in einer österreichischen Kleinstadt in den späten 80er Jahren. Im Spannungsfeld zwischen faktischem Bedarf einer neuen Anlage in der Region, finanziellen Vorteilen für die Gemeinde und dem Wunsch nach Erhaltung der bisherigen Lebensqualität der AnrainerInnen kochen die Konflikte hoch. Der Müll unserer Gesellschaft muss gelagert und beseitigt werden, aber bitte woanders.

Aylin Derinsu

Kurzbiografie: Ich wurde in Istanbul als Tochter einer Österreicherin und eines Türken geboren. Beide Eltern waren von Kindesbeinen an extreme Weltenbummler und haben mir ihre Liebe zum Reisen vererbt. Noch etwas verband die beiden: die Liebe zum Lesen. Und auch diese Leidenschaft haben sie an mich weitergegeben, sodaß ich viel Zeit  meines Lebens reisend und lesend verbrachte, was mir endlose Nahrung für mein Kopfkino geliefert hat. Als ich während meines Studiums der Medientechnik meinen ersten Kurzfilm machte, wußte ich mit unzweifelhafter Sicherheit "ich muß in der Filmbranche arbeiten", was mir dann auch gelungen ist. Ich war lange im Filmeinkauf tätig und arbeite seit fast 10 Jahren im Filmverleih. Und obwohl ich mir endlos viele Filme angesehen habe, gibt es noch immer endlos viele Geschichten, die noch nicht erzählt wurden. Ich freue mich darauf, einige dieser Geschichten zu erzählen.

Aylins Geschichte "Romantik Türk": Cecile und Murat sind ein ungleiches und sehr glückliches Paar mit nicht so glücklichen Freundinnen. Die Freundinnen der beiden sind alle Ende 30/Anfang 40, kluge, starke Frauen, die Schwierigkeiten haben einen passenden Lebenspartner zu finden. Ausgehend von einem Streit, beschliesst Murat, Cecile zu beweisen, dass es genug wundervolle und passende Männer für ihre Freundinnen gibt. Es stellt sich aber heraus, dass es schwieriger ist als gedacht, seine Behauptung zu beweisen. Erstens findet er nicht so viele passable Männer und muss drastischen Maßnahmen ergreifen, wie zum Beispiel die Umerziehung der Kandidaten zum Gentleman. Und zweitens, funkt ihm Cecile dazwischen, die sichergehen will, dass Murat versagt, da sie sonst eine alte Schuld bei Murat einlösen muß - und dass will sie auf jeden Fall verhindern. 

 

 

Daniela Golpashin

DanielaGolpashin

Kurzbiografie: Daniela Golpashin, 1985 in Wien geboren stand schon in frühen Jahren auf der Bühne. Nach einer Ballettausbildung am Performing Center Austria, begann sie mit 19 Jahren das Studium am Konservatorium der Stadt Wien. Schon im ersten der vier Jahrgänge wurde sie von Robert Dornhelm vor die Kamera geholt. Für den Internationalen Fernsehzweiteiler „Kronprinz Rudolf“, gewann sie 2007 die KURIER ROMY als Bester Shootingstar. Im selben Jahr holte sie Paulus Manker für "Alma Mahler- a show bis ans Ende " auf die Bühne. Als Alma1 spielte sie in Wien im k.u.k Telegrafenamt, am Simmering und im russian compound in Jerusalem das NESTROY-prämierte Polydrama. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Xaver Schwarzenberger, Sebastian Meise ("Stillleben", Diagonale Hauptpreis, San Sebastian iff, Special Jury Mention), Christiane Balthasar ("Der Wagner Clan") und Sabine Derflinger, in deren Österreich-„Tatort“ sie die Rolle der jungen Nora übernahm. Dieser wurde vor kurzem mit dem GRIMME Preis ausgezeichnet. Von 2009-2013 war sie Ensemblemitglied am Theater in der Josefstadt. Derzeit steht sie für den Hamburg-Tatort in der Regie von Marvin Kren neben Wotan Wilke Möhring in der Hauptrolle vor der Kamera. Sie lebt in Wien und Berlin. "Rana" ist ihr erstes Drehbuch. www.danielagolpashin.com

Danielas Geschichte “Rana”
“Rana” handelt von der 36-jährigen Manya Zöllner, die mit ihrem Mann und ihrem 2-jährigen Sohn Gabriel in Wien wohnt. Als eines Nachts ihre jüngere Halbschwester Rana, die sie seit dem Tod ihres gemeinsamen iranischen Vaters vor 15 Jahren nicht mehr gesehen hat, mit der Polizei vor der Tür steht, droht ihr eigenes junges Familienglück zu zerbrechen. Erst freut sich Manya ihr vermeintlich verschollenes Familienmitglied wieder zu sehen, doch wie sich schnell herausstellt, geht es Rana um etwas anderes als ein friedliches Wiedersehen. Die Vergangenheit der Beiden holt sie ein. Was ist passiert als ihr Vater starb? Wo war Rana all die Jahre? Und wer hatte damals die Verantwortung für die junge Frau? Auch Manyas Mann merkt immer mehr, wie sich seine Frau verändert - Ein Kammerspiel über die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit.